Im ersten Halbjahr 2021/22 stiegen die CPE-Preise rasant an und erreichten fast historische Höchststände. Bis zum 22. Juni gingen die Aufträge der nachgelagerten Branchen zurück, der Lieferdruck der CPE-Hersteller machte sich allmählich bemerkbar, und die Preise passten sich leicht an. Anfang Juli betrug der Rückgang 9,1 %.
Was die Marktentwicklung in der späteren Periode betrifft, glauben viele Branchenkenner, dass der kurzfristige CPE-Marktpreis unter dem Einfluss negativer Faktoren weiter sinken könnte, wie zum Beispiel der gesunkene Preis für den Rohstoff Flüssigchlor, die reduzierten Kosten, die schwache Inlands- und Auslandsnachfrage und die unzureichenden Folgeaufträge sowie die hohen Lagerbestände der Hersteller.
Einer der Hauptgründe für den rapiden Preisverfall von chloriertem Polyethylen (CPE) ist die veränderte Kostenstruktur. Flüssigchlor macht 30 % der CPE-Kosten aus. Seit Juni sind die Flüssigchlorreserven ausreichend, und die Preise der meisten Folgeprodukte sind gesunken, was zu geringeren Gewinnmargen bei einigen Produkten geführt hat. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Flüssigchlor zurückgegangen, was einen kontinuierlichen Preisverfall für Flüssigchlor und damit auch für CPE zur Folge hatte. Der Preis zeigt somit einen Abwärtstrend.
Am 22. Juli planten Chloralkali-Unternehmen weniger Wartungsarbeiten und die Inbetriebnahme einiger neuer Produktionsanlagen. Der Chlorverbrauch in den nachgelagerten Bereichen befindet sich jedoch in der Nebensaison, und die Nachfrage ist gering. Der Markt für flüssiges Chlor ist weiterhin rückläufig, und es ist schwierig, die CPE-Preise aus Kostengründen zu erhöhen.
Die Nachfrage nach CPE-Produkten ist schwach, die Auslastung der nachgelagerten Unternehmen ist geringer, die Lieferungen der PVC-Hersteller stocken, es bestehen hohe Lagerbestände und die PVC-Preise fallen rapide. Die wichtigsten inländischen Hersteller von PVC-Profilen und -Rohren halten weiterhin an ihrer hohen Nachfrage nach CPE-Produkten fest und zeigen wenig Bereitschaft, ihre Lagerbestände aufzustocken; auch die Exportaufträge sind im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die schwache Inlands- und Auslandsnachfrage führt zu einem langsamen Angebot an CPE-Produkten und hohen Lagerbeständen.
Insgesamt dürfte der kurzfristige Lieferdruck bei CPE-Geräten aufgrund der schwachen Nachfrage nicht nachlassen. Es ist mit einer weiteren Abschwächung des Marktes und einem möglichen Preisrückgang zu rechnen.
Veröffentlichungsdatum: 27. März 2023




