Vor- und Nachteile von Bleisalzstabilisatoren

Vor- und Nachteile von Bleisalzstabilisatoren

Zu den Vorteilen von Bleisalzstabilisatoren gehören:
1. Gute thermische Stabilität: Dank seiner Chelatisierungsfähigkeit kann es instabile Chloratome ersetzen, besitzt einen hohen Metallgehalt und eine starke Fähigkeit zur Absorption von HCl.
2. Hervorragende elektrische Isolierung: Niedrige Kosten.
3. Hervorragende Lichtbeständigkeit: Einige Varianten weisen gute Gleiteigenschaften auf. Bleidihydrogenphosphat beispielsweise bietet gute Stabilität, antioxidative und UV-Schutzwirkung und verleiht Profilen eine hohe Licht- und Wärmebeständigkeit gegenüber Sauerstoff im Außenbereich sowie eine glatte Oberfläche. In Kombination mit TiO₂ kann die Menge an UV-Absorbern und Antioxidantien reduziert werden. Hechuan ist das in China am weitesten verbreitete Stabilisierungssystem für PVC-Profile.
4. Gute Verarbeitbarkeit: Geeignet für verschiedene Verarbeitungstechniken und besitzt die Funktion eines Weißpigments.
Zu den Nachteilen von Bleisalzstabilisatoren gehören:
1. Hohe Staubbelastung: Bei der Anwendung entsteht viel Staub, und es sind zahlreiche Messungen erforderlich, was leicht zu Messfehlern führen und die Profilqualität erheblich beeinträchtigen kann. Zudem verursacht es Umweltverschmutzung. Das Einatmen von Staub ist gesundheitsschädlich.
2. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Farbe Marineblau verwendet wird, steigt.
3. Monomeres Bleisalz zersetzt sich im Profil zusammen mit PVC-Harz und bildet dabei HCl und PbCl₂. Dies führt zu einer kontinuierlichen Ausfällung von Metallionen. Wandern diese an die Profiloberfläche, kann es in stark schwefelbelasteten Gebieten zu Schwefelungsverschmutzungen und damit zu Verfärbungen des Profils kommen. Daher sollten der Bleisalzformulierung Blei-Cadmium-Ionen-Beschichtungsmittel, Chelatbildner usw. zugesetzt werden. Diese bilden Komplexe mit Verunreinigungen wie den im Profil entstehenden Chloriden, verhindern die Ausfällung schwer kompatibler Metallchloride und beugen so Schwefelungsverschmutzungen und Verfärbungen vor.
4. Schlechte Dispergierbarkeit: Bleisalzstabilisatoren weisen eine schlechte Dispergierbarkeit auf.
5. Hohe Toxizität: Bleisalzstabilisatoren sind hochgiftig.
6. Anfangsfärbeeigenschaft: Bleisalzstabilisatoren besitzen eine Anfangsfärbeeigenschaft, was die Herstellung transparenter Produkte und Produkte mit leuchtenden Farben erschwert.
7. Mangelnde Schmierfähigkeit: Bleisalzstabilisatoren weisen eine geringe Schmierfähigkeit auf und neigen zu Schwefelverschmutzung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bleisalzstabilisatoren zwar einzigartige Vorteile in der Kunststoffverarbeitung bieten, aber auch erhebliche Nachteile aufweisen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. In der Praxis ist es daher notwendig, diese Faktoren umfassend zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Nachteile zu beheben.


Veröffentlichungsdatum: 08.01.2025